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Heilige, Wunder und Visionen

9.4. – 11.9.16 | Kunstmuseum St.Gallen

Das Kunstmuseum St.Gallen wurde 2013 mit einer ausserordentlichen Schenkung bedacht: Dr. med. René und Lotti Gürtler vermachten ihre erstrangige Sammlung, über 150 Holz und Metallikonen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert sowie rund dreissig Kleinantiquitäten, eine kostbare slawische Handschrift und gotische Skulpturen, dem St.Galler Museum, um sie in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Während mehr als fünf Jahrzehnten trugen sie mit Akribie und Leidenschaft postbyzantinische Kultbilder zusammen.

Die Ikone – das griechische Wort Eikon (είκών) bedeutet Bild, Abbildung, Ebenbild – besitzt in der orthodoxen Kirche eine zentrale Bedeutung. Auf Wunderlegenden beruhend fungiert sie als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits. Nach dem Zerfall des byzantinischen Reichs fand sie besonders in Russland, aber auch in Griechenland und auf dem Balkan eine vielfältige Weiterentwicklung. Die Darstellungsweise, die durch die geografische und politische Distanz von westlichen Einflüssen abgeschirmt war, präsentiert eine in sich geschlossene Bilderwelt mit einer besonders starken bildhaften, narrativen Ausprägung. Mit der umfangreichen Schenkung kam das Kunstmuseum schlagartig in den Besitz der grössten und bedeutendsten  Ikonensammlung der Schweiz, die in der Ausstellung Heilige, Wunder und Visionen in einer Inszenierung des Künstlers Gerwald Rockenschaub erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

 

Text: Kunstmuseum St.Gallen | Foto: Kunstmuseum St.Gallen
Externer Link: Kunstmuseum St.Gallen

 

 

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