Kann Kunst auch Metaversum?

3.6. – 13.8.2023 | HEK (Haus der Elektronischen Künste)

Die anhaltende öffentliche Diskussion in Sachen KI, der Künstlichen Intelligenz, beleuchtet die dramatischen Möglichkeiten heutiger – und erst recht künftiger – digitaler Datenverarbeitung. Aber eben auch ihre erheblichen, derzeit noch kaum überschaubaren Risiken. Die aktuelle Schau des HEK, des Hauses der elektronischen Künste, in Basel erhält vor diesem Horizont zusätzliche Relevanz: Unter der Flagge „Collective Worldbuilding“ fragt das Team um die Kuratoren Sabine Himmelreich und Boris Magrini nach der „Kunst im Metaversum“.

Eine Auswahl nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler geht hier der Frage nach (oder vielmehr dem ziemlich unübersichtlichen Knäuel von Fragen), inwieweit die Entwicklung des Metaversums, eines neuen, dezentralen und tendenziell von den Nutzern kontrollierten Internets, tatsächlich zu mehr Selbstbestimmung, Inklusion, dezentraler Ermächtigung und schließlich Transparenz führen könnte. Wäre eine solche virtuelle Gesellschaftlichkeit, sie würde mit ihrem ungeheuren Datenströmen maßgeblich auf die KI zurückgreifen müssen, tatsächlich eine Chance für die Künste? Die Schlüsseltechnologie der virtuellen Realität jedenfalls wird im HEK von vielen Künstlern genutzt, um die Grenzen des physikalischen Raums zu überspringen. Andere beziehen sich auf die dezentrale Technologie der Blockchain, die neuartige, möglicherweise anti-hierarchische Strukturen der Produktion und Vermarktung künstlerischer Inhalte zu versprechen scheint.

Collective Worldbuilding. Art in the Metaverse
3.6. – 13.8.2023
HEK (Haus der Elektronischen Künste)
Freilager-Platz 9
CH-4142 Münchenstein / Basel
Tel.: +41-61-2836050
Mi – So 12 – 18 Uhr
Eintritt: 12 CHF, erm. 8 CHF
www.hek.ch

Text: Dieter Begemann
Bild: HEK
Erstveröffentlichung in kunst:art 91

Über Dieter Begemann 274 Artikel
Begemanns Blog: Sternschnuppen An dieser Stelle soll es um ästhetische Sternschnuppen gehen und, wie es die Schnuppen so machen, sollen sie hin und her zischen auf manchmal verblüffenden Kursen – kreuz und quer! Ich konnte (und musste zum Glück mich auch nie) entscheiden zwischen praktisch-bildkünstlerischen und theoretischen Interessen: Ich liebe Malerei und Bildhauerei, begeistere mich für Literatur, bin ein Liebhaber von Baukunst und Design –aber meine absolute Leidenschaft gehört der Gestaltung von Gärten und Autos. Und, eh ich’s vergesse: natürlich dem Film!!