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Le Sel Noir in Bremen

17.8. – 19.10.2025 | Städtische Galerie Bremen

Lerato Shadi, Tsela di Matlapa (Detail), 2023

Schwarze Gegenwartskunst

Die wolkenartigen Papierelemente nehmen überaus ästhetisch den Raum ein. Bei näherer Auseinandersetzung mit der Arbeit „Dreading the Map“ von Sonia E. Barrett, die nun in der Ausstellung „Le Sel Noir“ zu sehen ist, erkennt man ein Geflecht von geschredderten Landkarten, die England und die Karibik darstellen. Die Karten, in denen sich das hegemoniale Bestreben der Kolonialmacht ausdrückt, werden in einem kollektiven Prozess mit afro-karibischen Frauen in eine neue Form überführt, die aus der Haarflechtkunst stammt. Barrett offenbart die Komplexität zwischen Benennenden und Benannten und eröffnet wie auch ihre Kolleginnen ein weites Assoziationsfeld.

Mónica de Miranda bewegt sich in ihrer Arbeit an der Schnittstelle Kunst, Natur, Ökologie und Aktivismus. Ihre Videoarbeit „Transplanting“ wird so zu einer poetischen Metapher für einen Prozess der Kolonisierung, in dem nicht nur Pflanzen, sondern auch Millionen von Menschen entwurzelt wurden, um auf neuen Kontinenten weiter ausgebeutet zu werden. Zwei von zehn sehr unterschiedlichen Positionen, die von Dislokation und Adaption handeln, Kriegserfahrungen thematisieren, koloniale Kontinuitäten hinterfragen, komplexe Dynamiken des Selbst zwischen Selbstbehauptung und Fremdwahrnehmung beleuchten und den Betrachter beim Eintauchen in diese Welt auch immer zum Perspektivwechsel anregen. Eine transkulturelle Begegnung, die darauf abzielt, das mit ihm verbundene asymmetrische Differenzgefühl durch Selbstermächtigung und Emanzipation umzukehren.

Le Sel Noir. Perspektiven Schwarzer Gegenwartskunst
17.8. – 19.10.2025
Städtische Galerie Bremen
Buntentorsteinweg 112
D-28201 Bremen
Tel.: +49-421-3615826
Di – So 12 – 18 Uhr
Eintritt frei
www.staedtischegalerie-bremen.de

Text: Stefan Simon
Bild: Städtische Galerie Bremen
Erstveröffentlichung in kunst:art 105

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