
Andrea Mantegna, nach, Der Triumph Caesars: Die Elefanten, Ende 15. Jh.
Zeitlos schön
Sie ziehen den Betrachter bis heute in ihren Bann, die wunderschönen Kupferstiche der italienischen Renaissance. Im Kunstmuseum Basel kann man sich jetzt davon überzeugen. Das Haus präsentiert zum ersten Mal rund vierzig Arbeiten, die entweder als eigenständige Arbeiten entstanden sind oder basierend auf Kompositionen von italienischen Meistern wie Andrea Mantegna, dem Hauptmeister des italienischen Kupferstichs jener Zeit, Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raffael. Ergänzt wird die Ausstellung „Helden, Heilige und Elefanten“ mit Werken von Martin Schongauer, Lucas van Leyden und Albrecht Dürer, die sich der Faszination der italienischen Kupferstiche nicht entziehen konnten und von ihnen beeinflusst wurden.
Ab etwa 1460 entwickelte sich in Italien der Kupferstich. Anfangs experimentierte man mit der neuen Technik, aber ab 1500 trat sie ihren Siegeszug an. Probierte man sich anfangs an antiken Motiven aus, entwickelten die Künstler später ihren eigenen Stil. Es war ein recht einträgliches Geschäft durch die Vervielfältigung und somit die breite Streuung, die einen Künstler bekannt machte. Vieles ist bis heute allerdings ungeklärt, da die Identität mancher Künstler noch immer unbekannt ist. Nicht unüblich war damals die Praxis des Kopierens. Marcantonio Raimondi ist einer der ersten Fälle, die aufgedeckt wurden. Er kopierte eine Holzschnittfolge (um 1502–1510) von Dürer als Kupferstich und verkaufte die meisten Blätter ohne den Zusatz seines eigenen Monogramms. Ein Fall, der bis heute nicht ganz geklärt ist.
Helden, Heilige und Elefanten. Kupferstiche in Italien um 1500
7.10.2025 – 25.1.2026
Kunstmuseum Basel
St. Alban-Graben 8
CH-4010 Basel
Tel.: +41-61-2066262
Di – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr
Eintritt: 30 CHF, erm. 12 – 20 CHF
www.kunstmuseumbasel.ch
Text: Nadja Naumann
Bild: Kunstmuseum Basel
Erstveröffentlichung in kunst:art 106






