Vier jüdische Organisationen fordern die Ausladung der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif von der Kunstakademie Düsseldorf. Die Hochschule weist die Forderung zurück.
Die Kunstakademie Düsseldorf hält an einer studentischen Veranstaltung mit der palästinensisch-amerikanischen Künstlerin Basma al-Sharif fest, die für den 21. Januar geplant ist. In offenen Briefen hatten das Jüdische Forum der CDU NRW, das Netzwerk jüdischer Hochschullehrender, die WerteInitiative sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf die Absage gefordert.
Die Organisationen werfen der in Berlin lebenden Filmkünstlerin vor, auf Social Media Terrororganisationen wie die PFLP verharmlost, die BDS-Bewegung unterstützt und nach dem 7. Oktober 2023 antisemitische Inhalte verbreitet zu haben. Die Kunstfreiheit finde dort ihre Grenzen, wo die Menschenwürde berührt werde, argumentieren die Kritiker.
Die Akademie distanzierte sich in ihrer Stellungnahme vom 16. Januar zwar von Antisemitismus und Terrorverherrlichung, verwies aber auf die international anerkannte künstlerische Arbeit al-Sharifs, deren Werke unter anderem im MoMA New York und bei der Whitney Biennial gezeigt wurden. Als Kunsthochschule ermögliche man studentischen Initiativen, einen Diskursraum zu eröffnen, auch bei kontroversen Themen. Die Veranstaltung werde von Studierenden moderiert und kontextualisiert.
