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Venedig-Biennale: Südafrikanische Künstlerin klagt gegen Absage ihres Pavillons

Die Künstlerin Gabrielle Goliath zieht vor das Oberste Gericht Südafrikas. Sie will die Absage ihrer Präsentation im Südafrikanischen Pavillon der 61. Venedig-Biennale für verfassungswidrig erklären lassen.

Goliath reichte die Klage am 22. Januar gemeinsam mit Kuratorin Ingrid Masondo beim High Court in Pretoria ein. Die Klage richtet sich gegen Sportminister Gayton McKenzie, der Goliaths Werk im Dezember als „hochgradig spaltend“ bezeichnet und die Finanzierung gestrichen hatte. Eine unabhängige Kommission hatte die in Johannesburg lebende Künstlerin zuvor einstimmig für den Pavillon ausgewählt.

Grund des Anstoßes ist ein Abschnitt in Goliaths Langzeitprojekt „Elegy“, einer rituellen Klageperformance für Opfer geschlechtsbezogener Gewalt. Die Venedig-Fassung sollte auch die palästinensische Dichterin Hiba Abu Nada würdigen, die 2023 bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. McKenzie, der offen pro-israelische Sympathien zeigt, forderte die Entfernung dieses Teils.

Die Klägerin wird von Anwältin Adila Hassim vertreten, die auch Südafrikas Völkermordklage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof betreut. Goliath und Masondo haben zudem Präsident Ramaphosa um Intervention gebeten. Die Biennale beginnt am 9. Mai.

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