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US-Galerien schlossen aus Protest gegen Einwanderungsbehörde ICE

Ende Januar blieben mehr als 120 Galerien in den Vereinigten Staaten geschlossen. Die Kunsthändler beteiligten sich an einem landesweiten Streik gegen die Einwanderungsbehörde ICE.

Die Liste der teilnehmenden Häuser las sich wie ein Who’s who des internationalen Kunstmarkts: Gagosian, David Zwirner, Pace, Hauser & Wirth und White Cube öffneten am 30. Januar im Rahmen des „National Shutdown“ nicht ihre Türen, wobei sich der Protest von New York über Los Angeles bis nach Chicago und San Francisco erstreckte. Auch Non-Profit-Institutionen wie El Museo del Barrio und das Institute of Contemporary Art in Los Angeles schlossen sich an.

Auslöser der Proteste waren zwei tödliche Schüsse durch Bundesbeamte in Minneapolis: Am 7. Januar erschoss ein ICE-Agent die 37-jährige Renée Good, eine US-Bürgerin und Mutter dreier Kinder, in ihrem Auto. Am 24. Januar starb der Krankenpfleger Alex Pretti bei einer Protestkundgebung durch Schüsse von Grenzschutzbeamten.

Die Galeristin Wendy Olsoff von der New Yorker PPOW Gallery erklärte, die Beteiligung sei angesichts der Geschichte ihres Hauses eine naheliegende Entscheidung gewesen: Man habe Mitarbeitern und Künstlern Räume und Materialien zur Verfügung gestellt, um Protestkunst zu schaffen. Ob die symbolische Aktion langfristige Folgen für die politische Positionierung des Kunstmarkts haben wird, bleibt abzuwarten.

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