Die New Yorker Metropolitan Opera steckt in einer tiefen Finanzkrise und erwägt den Verkauf ihrer Chagall-Wandgemälde. Ein mit Saudi-Arabien vereinbarter Deal über 200 Millionen Dollar ist ins Stocken geraten.
General Manager Peter Gelb verkündete Mitte Januar die Streichung von 22 Verwaltungsstellen sowie Gehaltskürzungen zwischen vier und 15 Prozent für Führungskräfte mit einem Jahresgehalt über 150.000 Dollar. Das Stiftungsvermögen des Opernhauses ist seit 2022 von 306 auf rund 218 Millionen Dollar geschrumpft, nachdem in drei Jahren 120 Millionen für den laufenden Betrieb entnommen werden mussten.
Marc Chagall hatte die beiden jeweils über neun Meter hohen Gemälde „The Triumph of Music“ und „The Sources of Music“ 1966 eigens für die Eröffnung des Opernhauses am Lincoln Center geschaffen, wobei Sotheby’s ihren gemeinsamen Wert auf 55 Millionen Dollar schätzt. Die Werke sollen allerdings vor Ort verbleiben – gesucht wird ein Käufer, der sie erwirbt und dauerhaft an das Haus verleiht.
Der im September 2025 vereinbarte Deal, der regelmäßige Gastspiele der Met am neuen Royal Diriyah Opera House in Riad vorgesehen hätte, stockt, da die saudische Seite die zugesagten Zahlungen bislang nicht geleistet hat. Für die kommende Saison plant das Haus nur noch 17 statt der vor der Pandemie üblichen 25 Produktionen.
