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Monet, Cézanne, Matisse — die Scharf Collection gastiert im Kunstpalast Düsseldorf

12.3.2026 – 9.8.2026 | Kunstpalast

Scharf Collection Düsseldorf – Edgar Degas, Sich kämmender Akt: weiblicher Rückenakt in Pastell, Rot- und Beigetöne
Edgar Degas, Sich kämmender Akt, 1886-1890

Die Scharf Collection zu Gast im Kunstpalast

Die Möglichkeit, solch eine hochkarätige private Kunstsammlung zu sehen, die über vier Generationen aus einer Familie zusammengestellt wurde, ist selten. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen und wird erstmalig nach der Präsentation in der Alten Nationalgalerie in Berlin, die noch Anfang dieses Jahres in abgewandelter Form zu sehen war, im Kunstpalast Düsseldorf gastieren.

Der Grundstock dafür wurde von Otto Gerstenberg angekauft, der eng mit den Malern Max Lieberman, Joseph Oppenheimer und Max Slevogt befreundet war, die ihn allesamt auch porträtiert haben. Er förderte nicht nur seine Zeitgenossen, sondern er sammelte auch Werke der Vorläufer der Moderne; unter anderem von Francisco de Goya, der in seinen Druckzyklen Kriege und soziale Missstände anprangerte, wie in dem Blatt „Gegen das allgemeine Wohl“ aus dem Buch „Los Desastres de la Guerra“, welches zwischen den Jahren 1810 und 1815 entstand und in der Ausstellung zu sehen ist. Er war zudem vom Œuvre von Eugène Delacroix, Jean-Baptiste-Camille Corot und Gustave Courbet angetan und sammelte diese, genauso wie die Werke von Odilon Redon und von Honoré Daumier aus dem 19. Jahrhundert, die ihn ebenfalls fasziniert haben.

Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf übernahm seine Sammlung, die während des Zweiten Weltkrieges zum Teil als russische Kriegsbeute verloren ging, und gab sie weiter an ihre beiden Söhne Dieter und Walther Scharf. Sie führten später die Sammlertätigkeit ihres Großvaters fort, jedoch getrennt voneinander mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Während sich Dieter Scharf auf den Surrealismus konzentrierte, haben Walther Scharf und dessen Frau Eve zusammen mit ihrem Sohn René die Kunstsammlung mit französischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts taktisch weiter ausgerichtet, wie die Headliner des Ausstellungstitels „Monet Cézanne Matisse. The Scharf Collection“ verlauten lassen. Der französische Impressionismus und die „Maler des modernen Lebens“, wie Claude Monet und Auguste Renoir von Charles Baudelaire genannt wurden, aber auch Paul Cézanne und somit der Postimpressionismus zogen in die Sammlung Scharf ein.

Eines der Highlights der Sammlung ist sicherlich die „Waterloo Bridge“ von Claude Monet. Das pastellfarbene Ölgemälde, das den Londoner Übergang bei blauen nebligen Lichtverhältnissen und die Fabrikschornsteine im Hintergrund zeigt, wurde von ihm während seines Londonaufenthaltes aus seinem Hotel im Jahr 1903 gemalt. Desweiteren wird die Scharf Collection von einem bemerkenswerten grafischen Teil flankiert, wie zum Beispiel von Lithografien von Henri de Toulouse-Lautrec, japanischen Farbholzschnitten auf Papier und Illustrationen von Henri Matisse – dem dritten Namensgeber der kuratierten Sammlungspräsentation.

Das aktuelle Sammlerpaar Christine und René Scharf hat das Spektrum noch um internationale und zeitgenössische Kunst erweitert. Darunter sind Werke von Katherina Grosse, Martin Eder, Sam Francis, Daniel Richter und Anselm Reyle zu bewundern. Wobei der Fokus auf die Grenzen des Mediums Malerei sowie die Wechselwirkungen von gegenständlichen und abstrakten Bildwelten gelegt wird, um an die kunsthistorische Relevanz der vorangegangenen gesammelten Werke heranzureichen und diese zu erweitern.

Monet Cézanne Matisse. The Scharf Collection
12.3. – 9.8.2026
Kunstpalast
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf
Tel.: +49-211-56642100
Di – So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 21 Uhr
Eintritt: 16 €, erm. 12 €
www.kunstpalast.de

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