Christoph Niemann in Oldenburg: Randnotizen im Horst-Janssen-Museum

bis 17.5.2026 | Horst-Janssen-Museum

Christoph Niemann, Sunday Sketch (Gorilla), 2025

Aus Altem etwas Neues

Ein Kopfhörer wird plötzlich zu einem Affen. Eine Avocado auf dem Küchentisch wird in einen Baseballhandschuh verwandelt. Ein Spiegelei hält einen Menschen in der Hand und wirft eine Pfanne in die Luft. Willkommen in der zuweilen recht absurden Welt von Christoph Niemann. Der 1970 in Waiblingen geborene Wahlberliner macht alltägliche Gegenstände zu Elementen von Kunstwerken. Das Horst-Janssen-Museum Oldenburg, das in diesem Jahr sein 25. Jubiläum feiert, zeigt nun seine „Randnotizen“.

Niemann ist einem breiterem Publikum durch seine regelmäßigen Titelbilder für „The New Yorker“, „National Geographic“ oder das „ZEIT Magazin“ bekannt. Mit über einer Million Followern auf Instagram und einer eigenen Episode in der Netflix-Serie „Abstract: The Art of Design“ gilt er als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Illustratoren. Seine Kunst wirkt spielerisch und leicht, auch wenn der Weg dorthin manchmal frustrierend sein kann. Niemanns inspirierendes Motto: Durchhalten, weitermachen – bis die gute Idee kommt. Auf rund 700 Quadratmetern über zwei Ausstellungsebenen führt „Randnotizen“ in Oldenburg nun durch Niemanns vielseitiges Schaffen. Anhand von rund 200 Tuschezeichnungen, Siebdrucken, Linolschnitten sowie Cover der Zeitschrift „The New Yorker“. Außerdem ist eine eigens für die Ausstellung im Horst-Janssen-Museum entworfene Wandarbeit zu sehen. Eine Schau, die die Zeichnung als flexibles, humorvolles und oft überraschend tiefgründiges Medium feiert und dem Betrachter kognitiv etwas aufgibt.

Christoph Niemann. Randnotizen
bis zum 17.5.2026
Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
D-26121 Oldenburg
Tel.: +49-441-2352885
Di – So 10 – 18 Uhr
Eintritt frei
www.horst-janssen-museum.de