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Die Sammlung der Hilti Art Foundation

16.05. - 12.4.2026 | Hilti Art Foundation

Pablo Picasso, Frau im Sessel, 1932
Pablo Picasso, Frau im Sessel, 1932

Ein neuer Blick auf die Klassische Moderne

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Paris das Zentrum der Kunst und ein Treffpunkt für Künstler aus ganz Europa. Viele der heute bekannten Kunstschaffenden dieser Zeit hielten sich damals in Paris auf und kannten sich untereinander. Die Aufbruchstimmung dieser Jahre spiegelt sich in den Arbeiten dieser Künstler wider. Nachdem der Erste Weltkrieg überstanden war, lag Europa in Schutt und Asche. Die Künstler träumten von einer friedlichen Welt, ihre Visionen prägten auch ihre Kunst. Maler und Malerinnen wie Wassily Kandinsky, August Macke, Sophie Taebner-Arp, aber auch Juan Miró oder Piet Mondrian arbeiteten in unterschiedlichen Stilen ihren Überzeugungen entsprechend konstruktiv, surrealistisch oder expressionistisch. Doch jenseits von Gegensätzen traten Künstler in Kontakt, gründeten Vereinigungen oder waren freundschaftlich verbunden.

Für die Ausstellung „In Touch“ ist die Direktorin der Hilti Art Foundation, Dr. Karin Schick, der Frage nach Gemeinsamkeiten von Künstlerpersönlichkeiten nachgegangen und hat aus dem hochkarätigen, reichhaltigen Fundus der Sammlung des Martin Hilti Family Trust und der privaten Sammlung von Michael und Caroline Hilti eine beeindruckende Auswahl getroffen, die unter den Schwerpunkten „Connected“, „Same, Same but different“ und „Across Time“ zusammengefasst sind.

So gibt es außer dem gemeinsamen Lebensmittelpunkt Paris weitere inhaltliche Überschneidungen, die eher in den künstlerischen Arbeiten zu finden sind. Die Natur war stets eine Inspirationsquelle für Künstler, die überwältigende Schönheit von Landschaften, die Berge oder das Meer boten sich als Motiv an. Auch hier zeigt die Ausstellung einen beeindruckenden Einblick in die Vielfalt an Darstellungsmöglichkeiten. Emil Nolde fasziniert mit einer wilden und rauen Darstellung vom Meer, während Max Beckmann den idyllischen Blick auf einen Strand der Riviera bevorzugte und man Lyonel Feininger unzweifelhaft an der kubistischen Bildschöpfung erkennt.

Spannend wird es, wenn Künstler in einen Dialog treten. Das gilt in besonderem Maße für die Gegenüberstellung von einem ikonischen Maler wie Pablo Picasso, der wie kaum ein anderer Künstler für sein singuläres, einzigartiges Lebenswerk einen Namen hat, und einer jenseits der Schweizer Grenzen wenig bekannten Vertreterin der Zürcher Konkreten Kunst, Verena Loewensberg. Ob die Antwort tatsächlich in der geometrischen Formensprache und einer reduzierten Farbauswahl zu finden ist, kann jeder für sich entscheiden. „In Touch“ ist eine wunderbare Gelegenheit, sich mit Vertretern der Klassischen Moderne auseinanderzusetzen.

In Touch. Begegnungen in der Sammlung
16.05. – 12.4.2026
Hilti Art Foundation
Städtle 32
Li-9490 Vaduz
Tel.: +423-235-0300
Di – So 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eintritt: 15 CHF, erm. 10 CHF
www.haf.li

Text: Karin Gerwens
Bild: Hilti Art Foundation
Erstveröffentlichung in kunst:art 104

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