
Homo homini lupus
Der Mensch ist des Menschen Wolf – so sagten es schon die Römer. Die Aussage des römischen Sprichworts gibt eine Hälfte der Grazer Ausstellung wieder. Die andere Hälfte besagt, dass der Mensch auch zur Liebe und zur Fürsorge fähig ist. Und dazwischen, im Zentrum steht die Unsicherheit der Zukunft allgemein und ganz konkret die Unberechenbarkeit der heutigen Zeit in Politik, Wirtschaft und Krieg.
Zwölf künstlerische Positionen möchten die Unsicherheit der Zukunft und die Gegensätzlichkeit menschlichen Handelns ausdrücken. Umweltzerstörung, Krieg, Flucht und Instabilität sind aktuelle Probleme der Menschheit. Das, was noch vor einigen Jahren wie unverrückbare Stabilität aussah, ist bereits Geschichte. Politische und wirtschaftliche Stabilität kennen Jüngere vor allem aus den Geschichtsbüchern. Es scheint, als ob wir uns mitten in einem Wandel befinden, von dem noch keiner weiß, wo er hinführt.
Die Ausstellung versucht die Gegensätze menschlichen Handelns mit den großen Themen unserer Zeit zu verknüpfen und sich dabei mit den Themen wie Unsicherheit, Zusammenbruch, Widerstandsfähigkeit und Transformation auseinanderzusetzen. Mit Werken von Dana Awartani, Federico Campagna, Christoph Grill, Adelita Husni Bey, Marija Marković, Vladimir Nikolić, Yhonnie Scarce, Andrej Škufca, Jože Tisnikar, Sophie Utikal, Bill Viola, zweintopf.
Unseen Futures to Come. Fall
18.9.2025 – 15.02.2026
Kunsthaus Graz, Space02
Lendkai 1
A-8020 Graz
Tel.: +43-316-80179200
Di – So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 12 €, erm. 5,50 €
www.museum-joanneum.at
Text: Christian Corvin
Bild: Kunsthaus Graz, Space02
Erstveröffentlichung in kunst:art 105






