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Goldschmiedekunst in Gotha

17.07. - 11.1.2026 | Schloss Friedenstein

Goldener Jue-Becher auf einem Unterteller mit Drachendekor Ming-Dynastie, Wanli-Zeit (1573 – 1620), 1601
Goldener Jue-Becher auf einem Unterteller mit Drachendekor Ming-Dynastie, Wanli-Zeit (1573 – 1620), 1601

Schillerndes Wechselspiel

Gothas Schätze, darunter das feierliche Trinkgefäß “Ernestinischer Willkomm” (1951) von Goldschmied Wenzel Jamnitzer und einstiges Prunkstück der Gothaer Kunstkammer sowie Chinas Gold – Leihgaben aus dem chinesischen Xi‘an Qujiang Museum of Fine Arts, die erstmals in Deutschland zu sehen sind – treten in einen einzigartigen Dialog und repräsentieren auf anschauliche Weise die Raffinesse und das handwerkliche Geschick prachtvoller Goldschmiedearbeiten.

Das wertvolle Material wurde in China bereits im Mittelalter abgebaut, doch war Gold zunächst nur dem Kaiser und dessen Familienkreisen vorbehalten, was sich während der Ming-Dynastie ändern sollte. Ebenso wie in Europa begann auch in China unter der wohlhabenden Elite ein Wetteifern und Sammeln an wertvollem wie prachtvollem Geschmeide aus Gold. Von hohem sozialem Ansehen und Reichtum ward der, der über goldene Repräsentationsstücke, Medaillen, Münzen oder Gnadenpfennige verfügte. In China, dessen wirtschaftlicher Umbruch im 16. Jahrhundert das Land in die Moderne überführte, zählen zu jenen Kostbarkeiten des Adels und Geldadels Armbänder, Ohrgehänge, Ringe, Haarnadeln oder mit Edelsteinen besetzte Gefäße. Anhand von 190 Exponaten – davon stammen 145 Objekte aus China – kann man auf evidente Weise Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen asiatischer und europäischer Goldschmiedekunst erleben. Mit dieser Ausstellung bleiben die Gothaer Sammlungen ihrem seit ihrer Gründung verinnerlichten Credo, stets auf kulturellen Austausch zu setzen, treu.

Chinas Gold und Gothas Schätze. Eine einzigartige Begegnung
17.07. – 11.1.2026
Schloss Friedenstein
Herzogliches Museum
Schlossplatz 1
D-99867 Gotha
Tel.: +49-3621-82340
Di – So 10 – 17 Uhr
Eintritt: 8 €, erm. 4 €
www.stiftung-friedenstein.de

Text: Paula Wunderlich
Bild: Schloss Friedenstein
Erstveröffentlichung in kunst:art 105

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