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Neu entdeckte Michelangelo-Studie zur Sixtinischen Decke kommt unter den Hammer

Bei Christie’s in New York kommt am 5. Februar eine bislang unbekannte Michelangelo-Studie zur Sixtinischen Decke unter den Hammer. Nie zuvor wurde eine solche Zeichnung versteigert.

Das nur 13,5 mal 11,5 Zentimeter große Blatt zeigt in Rötelkreide den rechten Fuß der Lybischen Sibylle, einer der dynamischsten Figuren der Sixtinischen Kapelle, und ergänzt die berühmte Studie im Metropolitan Museum of Art, die den Oberkörper und den linken Fuß derselben Figur darstellt. Dass ein weiteres Studienblatt existieren musste, war in der Forschung seit langem vermutet worden, da eine um 1600 angefertigte Kopie in den Uffizien beide Füße zeigt. Christie’s-Spezialistin Giada Damen identifizierte die Zeichnung im März 2025, als ein Sammler aus Nordkalifornien ein Foto über das Online-Portal des Auktionshauses einreichte. Er hatte das gerahmte Blatt 2002 von seiner Großmutter geerbt; die Provenienz lässt sich lückenlos bis zu einem Schweizer Diplomaten des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Weltweit befinden sich nur noch rund zehn Michelangelo-Zeichnungen in Privatbesitz. Der Schätzpreis von 1,5 bis 2 Millionen Dollar (rund 1,3 bis 1,7 Millionen Euro) ist nach Angaben des Auktionshauses bewusst konservativ angesetzt, um Wettbewerb unter den Bietern zu erzeugen, zumal der Auktionsrekord für eine Michelangelo-Zeichnung bei 24,3 Millionen Dollar liegt, erzielt 2022 bei Christie’s Paris. Dass die Zeichnung überhaupt überlebt hat, ist alles andere als selbstverständlich, da Michelangelo 1518 seinen Assistenten anwies, sämtliche Studiozeichnungen in Rom zu vernichten.

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