
Faszination
Die Berliner Künstlerin Käthe Kollwitz (1867–1945) liebte das Theater. Eine Leidenschaft, die sie mit ihrer Familie teilte. Bislang war das ein wenig beachteter Aspekt in ihrem künstlerischen Schaffen. Im ehemaligen Theatergebäude des Schlosses Charlottenburg rückt das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin die Liebe der Künstlerin zum Theater in den Fokus. Sie selbst verfolgte die Entwicklung des Theaters vom Naturalismus des späten 19. Jahrhunderts bis zum expressionistischen Theater der 1920er-Jahre. Dabei erlebten sie und ihre Familie wegweisende und großartige Inszenierungen von Regisseuren wie Otto Brahm, Leopold Jessner und Max Reinhardt. Berlin war damals das innovative Pflaster der Theaterszene. Doch nicht nur dem Theater galt das Augenmerk von Käthe Kollwitz. Tanz, Konzerte, Kabarett und der Film begeisterten sie ebenfalls.
Die Ausstellung zeigt auf, welchen Einfluss die pulsierenden innovativen Inszenierungen des Theaters auf das Werk von Käthe Kollwitz hatten, denn diese flossen in ihre Arbeiten ein. Zu der Zeit befand sich das Berliner Theater auf dem kreativen Höhepunkt und der Stummfilm eroberte die Leinwand. Nicht nur Käthe Kollwitz war davon inspiriert. Es werden ergänzend Werke von Ernst Barlach, Lovis Corinth, Georg Kolbe, August Macke, Max Liebermann, Ernst Oppler und Emil Orlik gezeigt, die die Berliner Theaterszene jener Zeit visuell erlebbar machen. Es sind über hundert Exponate von 17 Leihgebern zu sehen. Die Schau beruht auf einer dreijährige Forschungsarbeit.
Käthe Kollwitz und das Theater
21.2. – 3.5.2026
Käthe Kollwitz Museum Berlin
Spandauer Damm 10
D-14059 Berlin
Tel.: +49-30-8825210
Täglich 11 – 18 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 7 €
www.kaethe-kollwitz.berlin