
Sprache, Recht und Wasser
Claudia Pagès Rabal (* 1990 in Barcelona) ist bildende Künstlerin, Performerin und Autorin. Mithilfe von Sprache, Bewegung und Musik untersucht die Künstlerin Themen wie soziale Hierarchien, Zugehörigkeitsgefühl, queere Körperökonomien und Begehren. Ihre Videoinstallationen beziehen sich oft auf Wissensgebiete außerhalb der Kunst, wie Geschichte, Rechtswissenschaft oder Linguistik, und stellen Verbindungen zur Popkultur und den damit einhergehenden kollektiven Choreografien her. Die Kontinuität bestimmter Systeme und Institutionen in der Gesellschaft wird in der Gegenwart durch das aufrechterhalten, was sie als „Unbeweglichkeit stabiler Zirkulationen” und „Eindämmungsarchitekturen” bezeichnet, die Macht durch spezifische Ströme von Gütern, Kapital und Werten aufrechterhalten.
Pagès Rabals alternative Topografien nehmen Gestalt an rund um die Orte ihres Lebens in und um Barcelona: Montjuïc („Jüdischer Berg” im mittelalterlichen Latein und Katalanisch), die nahe gelegenen Höhlen, der Hafen. Für jedes Werk probiert sie verschiedene Formen der Zusammenarbeit aus, immer mit Skripten, die sie selbst geschrieben hat und an denen sie mit verschiedenen Darstellern arbeitet. Pagès Rabal sagt: „Da ich auf der Iberischen Halbinsel lebe, ist es für mich wichtig zu verstehen, wie fragmentiert das Mittelmeer ist. In der Arbeit geht es nicht nur um bestimmte Orte, sondern darum, wie die Geschichte in der Gegenwart nachwirkt, wie Gewalt fortbesteht und warum sich Menschen damit identifizieren.“
Claudia Pagès Rabal. Feudal Holes
4.12.2025 – 31.5.2026
mumok Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Tel.: +43-1-525000
Di – So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 18 €, erm. 15 €
www.mumok.at
Text: Dr. Renée Gadsden
Bild: mumok Wien
Erstveröffentlichung in kunst:art 106







