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Städel Museum erwirbt Altenberger Madonna nach 100 Jahren Warten

Das Frankfurter Städel Museum hat die rund 700 Jahre alte Altenberger Madonna erworben. Mit dem Ankauf wird erstmals das gesamte Ensemble des mittelalterlichen Altenberger Altars an einem Ort vereint.

Die gotische Madonnenskulptur aus einer Kölner Werkstatt, entstanden um 1320/1330, galt seit Jahrzehnten als eines der bedeutendsten Werke mittelalterlicher Bildhauerei in Deutschland und befand sich zuletzt als Dauerleihgabe im Bayerischen Nationalmuseum München. Verkäufer ist die Familie des Münchner Kunsthändlers Julius Böhler, in deren Besitz sich das 132 Zentimeter hohe Werk seit den 1920er Jahren befand.

Museumsdirektor Philipp Demandt sprach bei der Bekanntgabe am Dienstag von einer „lang ersehnten Sternstunde“ in der Geschichte des Hauses, das nach eigenen Angaben seit fast einem Jahrhundert um den Erwerb bemüht war. Die zugehörigen Altarflügel befinden sich bereits seit 1925 in der Sammlung, der Altarschrein ist eine Dauerleihgabe aus dem Schlossmuseum Braunfels.

Den Kaufpreis nannte das Museum nicht. An der Finanzierung beteiligten sich die Ernst von Siemens Kunststiftung, der Städelsche Museums-Verein, die Kulturstiftung der Länder mit 1,2 Millionen Euro sowie das Städel selbst, das seinen Anteil aus einer kürzlich erhaltenen Erbschaft bestritt. Die Madonna ist als national wertvolles Kulturgut eingetragen und unterliegt einem Exportverbot, sodass ein Verkauf ins Ausland ausgeschlossen war. Ab sofort ist sie dauerhaft in der Abteilung Alte Meister zu sehen.

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