
Die wandelbare Welt der Arbeit
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die fortschreitende Modernisierung das Arbeiten grundlegend veränderte, gab es einen tiefgreifenden Wandel in der Arbeitswelt, der auch heute deutlich spürbar ist. Homeoffice und künstliche Intelligenz eröffnen zum einen neue Freiheiten, bringen jedoch zum anderen neue Formen der Abhängigkeit mit sich. Ohne Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft ist Arbeit kaum mehr denkbar.
Die Ausstellung beleuchtet unterschiedliche Sichtweisen auf die Arbeitswelt der Moderne zwischen 1890 und 1940. Anhand von Kunstwerken, Druckerzeugnissen und Alltagsgegenständen werden Hoffnungen ebenso wie Herausforderungen sichtbar. Künstlerinnen und Künstler setzten sich intensiv mit diesen Entwicklungen auseinander: Sie verherrlichten technische Innovationen, kritisierten soziale Missstände und entwarfen Zukunftsbilder einer neuen Gesellschaft.
Bedeutende Werke der Neuen Sachlichkeit, etwa Leo Breuers „Kohlenmann“ von 1931, werden dialogisch Arbeiten von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Hannah Höch und Franz Wilhelm Seiwert gegenübergestellt, flankiert durch weitere künstlerische Positionen wie Magnus Zeller, Sella Hasse oder Thea Warncke. In jedem der sechs Ausstellungskapitel, die bewusst keiner Chronologie folgen, schlagen interaktive Stationen einen zeitlichen Bogen vom Gestern in die Jetztzeit und schließen auch künftige Szenarien mit ein.
Schöne neue Arbeitswelt. Traum und Trauma der Moderne
13.11. – 12.4.2026
LVR-Landesmuseum Bonn
Colmantstr. 14 – 16
D-53115 Bonn
Tel.: +49-228-2070351
Di – So 11 – 18 Uhr
Eintritt: 11 €, erm. 7 €
landesmuseum-bonn.lvr.de
Text: Dr. Denise Susnja
Bild: LVR-Landesmuseum Bonn
Erstveröffentlichung in kunst:art 107






